Tapeten entfernen – Tipps und Tricks zur mühelosen Arbeit

Der erste Gedanke, wenn man seine zukünftige Wohnung besichtigt, ist meistens bei uns allen der Selbe: Wie soll ich sie renovieren und einrichten? Neben den klassischen Gedankengängen wie Mobiliar und Sanitäranlagen gehören beim Renovieren aber auch Wände, Böden, Rohre und Fenster mit auf den Plan. In vielen älteren Wohnanlagen sind die Parteien mit jahrelang nicht gewechselten Tapeten beklebt; Saftflecken und Vergeltungen in einem Raucherhaushalt machen die Räume unhygienisch. Doch diesem Problem lässt sich entgegenwirken, indem man die Tapeten entfernt.

Dafür ist bei Weitem kein Fachmann nötig! Mit ein paar wenigen Tipps und Tricks kann jeder effektiv und Zeitsparend Tapeten von der Wand lösen und danach die trockene Wand verputzen und farbig anstreichen.

Der Elektroschaber – Das nötige Werkzeug

Bloße Fingernägel gestalten das Abkratzen von Tapeten eher mühselig. Für hartnäckige Stellen benötigt ihr einen Schwamm, einen Eimer mit Wasser und eine Spachtel. Zur Entsorgung der alten Tapetenreste wäre ein großer Müllsack ebenfalls vorteilhaft.

Tipps und Tricks zum Abkratzen von Tapeten

Wenn ihr Glück habt wurden die Tapeten mangelhaft angebracht oder der Kleber hat sich darunter bereits von selbst über die Jahre hinweg gelöst. In diesem Fall lassen sich die einzelnen Tapetenstreifen von der Decke an einfach nach unten abziehen und hinterlässt keine Rückstände. Das wäre die einfachste von allen Möglichkeiten, ist jedoch nicht immer der Fall.

Manchmal haften Tapeten noch recht stark auf den Wänden und es bleiben fleckchenweise Rückstände. Hier ist Wasser ein wahres Wundermittel. Mit einem etwas stärker angefeuchteten Schwamm müsst ihr lediglich über die betroffenen Stellen tupfen und das Wasser kurz einwirken lassen. Wenn ihr dann mit der Spachtel die Reste bearbeitet könnt ihr sie super easy von der Wand schaben, ohne euch stundenlang abmühen zu müssen. Wer seine Hände nicht nass machen möchte der kann sich einen Drucksprüher besorgen; ein Gerät das auf Knopfdruck die Stelle an der Wand befeuchtet, an die es gerade angehalten wird.

Etwas interessanter wird das ganze bei Tapeten die auf der Decke angebracht sind. Wegen der Schwerkraft könnte das Wasser von der Decke tropfen und die Körperhaltung beim Arbeiten kann – wenn keine entsprechende Leiter vorhanden ist – auch zu einem ordentlichen Muskelkater führen. In diesem Fall bleibt nur zu hoffen, dass die Tapetenstreifen sich leicht ablösen lassen, und ihr möglichst wenig schaben müsst.

Im Grunde könnt ihr schon im Vorfeld feststellen, ob sich Tapeten leicht entfernen lassen. Wenn ihr sie befeuchtet und sie sich nicht dunkel verfärbt, bedeutet dies, dass das Wasser nicht durchdringt. In einem solchen Fall könnte sich das Entfernen als kleine Herausforderung entpuppen. Verfärbt sie sich dunkel, so habt ihr leichteres Spiel. Vinyltapeten haben beispielsweise die Eigenheit, dass sie das Wasser nicht bis zum Kleister vordringen lassen. Deshalb müssen sie zuerst entsprechend aufgeraut werden. Dazu eignet sich entweder ein grobes Schleifpapier (wenn man körperliche Arbeit mag) oder aber elektronische Schleifgeräte, die die Tapete über eine größere Fläche bearbeiten können.

Die schwierigeren Fälle

Wenn sich eine Tapete auch mit Wasser nicht ablösen lässt, gibt es noch etwas kostenintensivere Lösungsmittel in jedem Baumarkt. Sie lösen den Kleber zwischen den einzelnen Tapetenschichten sorgen so für ein leichtes Arbeiten. Falls bereits mehrere Schichten Tapete übereinander angebracht wurden kann es sein, dass man in mehreren Schritten arbeiten, also das Mittel mehrmals nach jeweils zwei bis drei Schichten auftragen muss.

Das Abkratzen von Tapeten ist zwar eine der am schnellsten erledigten anfänglichen Arbeiten bei einer Renovierung, dafür allerdings auch eine der mühsamsten. Etwas leichter geht es von der Hand, wenn man statt der Handspachtel zum elektrischen Schaber greift. Die Arbeit ist jedoch unabdinglich, wenn man ein ebenes Wandbild mit einer gleichmäßigen Farbe als Ergebnis erreichen möchte. Dazu will erwähnt werden, dass unterschiedliche Tapetenvarianten auch verschiedene Haftungsstärken aufweisen; diese kann auch in Abhängigkeit vom gewählten Kleber variieren. In Feuchträumen, wie beispielsweise in einem Badezimmer, bedarf es einer höheren Klebestärke als in einem Wohnzimmer. Mit diesem Wissen könnt ihr individuell auf die verschiedensten Räume eingehen und somit eine ungeheure Menge an Zeit sparen. Wenn ihr euch zusätzlich noch ein paar Helferlein engagiert steht einem raschen Abtapezieren nichts mehr im Weg.