Brennholz selbst machen

Holz ist als umweltfreundlicherer und auch kostengünstiger Energieträger wieder im Aufschwung. Immer mehr Menschen tauschen die Erdgas- oder Erdölvorräte gegen den nachwachsenden Werkstoff aus und kaufen sich vermehrt Kamine und Holzöfen. Allerdings gehen die Vorstellung von der Beschaffung des Feuerholzes weit auseinander. Während manche hoffen durch das Fällen von Bäumen und Spalten durchtrainiert, gesund und sportlich zu werden, schießt bei manchen ein Bild durch den Kopf, wo sie völlig verschwitzt, kurz vorm Kraftende sich in das Bein hacken. Doch beide der hier beschriebenen Fälle sind wahre Extreme – die Realität sieht meist ganz anders aus. Darum folgt hier jetzt ein Ratgeber worin die Vor- bzw. die Nachteile liegen, wenn man sein Brennholz selbst schlägt und wie man hierbei am besten vorgeht.

Die Vorteile der persönlichen Brennholzgewinnung

Das Hauptargument für die eigene Brennholzgewinnung bezieht sich auf den Geldbeutel. Es ist weitaus billiger sich das Brennholz selbst zu beschaffen, als es von jemand anderen zu kaufen. Der Durchschnittspreis von Brennholz liegt in Deutschland bei rund 90 Euro pro Raummeter. Preisausschlaggebend ist dabei der Trocknungsgrad des Holzes. Für einen Raummeter Brennholz verlangt der Förster in den meisten Orten lediglich 20 bis 30 Euro.

Ein weiterer großer Vorteil ergibt sich für die persönliche Gesundheit. Die Arbeit findet an der frischen Luft statt, wodurch der Kreislauf beschwingt und das Wohlbefinden gesteigert wird. Darüber hinaus kann man sich auch den Gang in das Fitnesscenter sparen, da man sich mit dieser sehr nützlichen Arbeit ausreichend sportlich betätigt. Auch für die eigene Seele ist das eigene Spalten von Holz gewinnbringend. Diese Arbeit kann sowohl Vergnügen bereiten und dient darüber hinaus als sinnvoller Zeitvertreib. Holzhacken ist eine sehr sinnvolle Arbeit, um die Familie zu versorgen und etwas zum Familienleben beizutragen.

Schlussendlich ist diese Arbeit auch noch gut für die Umwelt. Vor allem beim Holzeinkauf im Baumarkt geraten wir oft an Brennholz aus dem Ausland. Dementsprechend hat das Holz schon eine lange Reise hinter sich und beherbergt unter Umständen sogar noch fremde Insektenarten, die die beheimaten Wälder befallen könnten. Umso umweltschonender ist es in jedem Fall, das Brennholz aus der eigenen Gegend zu beschaffen.

Die Nachteile beim Schlagen des eigenen Brennholzes

Hierbei darf man nicht außer Acht lassen, dass die eigene Gewinnung von Brennholz mit einem sehr großen Aufwand einhergeht. Bis das eigene Holz im eigenen Ofen verheizt werden kann, müssen die Bäume gefällt, kleingesägt, im Wald gelagert, heimtransportiert, gehackt und gestapelt werden. Dann muss einige Zeit vergehen, bis das Holz trocken genug ist. Das Verfahren kostet viel Zeit und selbstverständlich auch sehr viel Energie.

Dazu kommt, dass die Arbeit bereits im Vorfeld durchgeführt werden muss. So muss man sich zunächst in die Thematik einlesen und bestimmte Vorkehrungen treffen. Dazu gehört zum Beispiel der Motorsägen-Führerschein dazu. Dieser ist besonders wichtig für den richtigen Umgang, um nicht die Gesundheit oder die Gesundheit außenstehender zu gefährden. Fast genauso wichtig wie der richtige Umgang mit dem Werkzeug ist die richtige Lagerung, so kann die Bildung von Schimmel oder Pilzen verhindert werden. Andernfalls war die gesamte mühevolle Arbeit umsonst.

Die Gewinnung von Brennholz ist zwar deutlich billiger als der Kauf der bereits trockenen Scheitel, doch darf man nicht vergessen, dass beim Brennholz oft weitere Kosten anfallen. Hierzu zählen unter anderem der Motorsägen-Führerschein, die Transportkosten und die Anschaffung des richtigen Werkzeuges sowie der richtigen Schutzkleidung. Diese stellen zwar in den meisten Fällen einmalige Investitionen dar, doch die Ausgaben summieren sich sehr schnell und treiben die eingeplanten Kosten in die Höhe.

Wie macht man sein Brennholz selbst?

Zuerst stellt sich die Frage der richtigen Ausrüstung. Nicht nur eine Motorsäge sollte Teil der Standardausrüstung sein, sondern auch eine scharfe Handaxt und selbstverständlich die richtige Arbeitskleidung. Diese Kleidung ist aus einem speziellen Stoff gefertigt, durch die keine Motorsäge so einfach durchdringen kann. Die Zähne der Säge verfangen sich im Stoff und stoppen die Säge augenblicklich. Im schlimmsten Fall kann diese Kleidung einen das Leben retten. Doch diese Sicherheitskleidung ist nicht billig und besteht aus Jacke, Hose, Handschuhe, Stiefel und Helm, dabei können Kosten ab ungefähr 500 Euro aufwärts anfallen. So scheuchen sich manche diese hohen Investitionskosten einzugehen, doch man sollte sich im Klaren sein, dass solche Sägen zu schrecklichen Schnittverletzungen führen können.

Wenn der Baum gefällt wurde und die Stämme und Äste in handliche ungefähr ein Meter lange Stücke zerteilt worden sind, kann der zweite Teil vom Brennholz selber machen anfangen. Damit das dicke Stammholz für das Sägen mit der Handkreissäge vorbereitet wird, sollten die Stämme gespalten werden. Das gibt die Möglichkeit, das Stammholz von Hand mit Eisenkeilen und einem Vorschlaghammer zu spalten. Durch die Investition in einem Holzspalter wird die Arbeit deutlich vereinfacht. Beim Spalten sollte man unbedingt auf die absplitternden Stücke achten, diese können sehr unangenehmen Verletzungen hervorrufen. Das Spalten bietet dabei zwei Vorteile. Einerseits lässt sich das Holz dadurch wesentlich einfacher verarbeiten, sondern lässt sich auch viel besser trocknen.

Im nächsten Schritt wird das Holz auf ofenfertige Länge zugeschnitten. Dafür eignet sich die Wippkreissäge optimal. Solche Sägen minimieren die potenziellen Gefahren auf ein Minimum und erleichtern die Arbeit enorm. Wenn keine Wippsäge zur Hand sein sollte, kann man auch auf eine einfache Handkreissäge zurückgreifen. Das beherbergt zwar ein größeres Gefahrenpotenzial allerdings lässt sich so besonders effizient arbeiten. Beim Zusägen sollte man auf gleichmäßige Längen der einzelnen Stücke achten. Wenn sich die Längen zu sehr unterscheiden, kann es zu Schwierigkeiten beim Stapeln des Holzes kommen.

Beim Hacken sollte man darauf achten, dass eine möglichst scharfen Axt verwendet wird. Außerdem sollte die Axt über einen breiten Kopf verfügen, damit die Spaltwirkung erhöht wird. Das Holz wird stets in Längsrichtung gespalten. Nur so können die Holzfasern nachgeben. Besonders für Ungeübte ist das Holzhacken eine sehr anstrengende und ermüdende sowie körperlich sehr anstrengende Arbeit. Das Schlagen von Holz geht darüber hinaus sehr stark auf die Gelenke. Daher sollte man darauf achten, dass es zu keinen Sehnenscheiden- oder Gelenkkapselentzündungen durch Überbeanspruchung kommt. Es gilt die Regel, dass man besser weniger schafft anstatt über mehrere Wochen mit Schmerzen rumzulaufen. Nachdem das Holz fertig verarbeitet wurde, muss man nur noch das Brennholz fachgerecht stapeln.